Ich werde es machen, und sie werden kommen

Ich werde es machen, und sie werden kommen

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Der Regisseur Daniel Rabourdin, Absolvent der Sorbonne und ehemaliger Mitarbeiter bei EWTN (Eternal Word Television Network) ist entschlossen, das verheimlichte Schrecknis der 140.000 französischen katholischen Märtyrer offenzulegen, die 1796 ermordet wurden.

Wenn das bedeutet, das eigene Haus zu vermieten, um Geld für den Film zusammenzubekommen, und in einem Zelt zu schlafen – dann macht er das eben. Teresa Limjoco vom Regina Magazine hat Daniel in Amerika getroffen.

Erzählen Sie uns von ihrem früheren Leben in Frankreich.

Als ich in Frankreich ein Teenager war, haben meine Lehrer den Katholizismus ins Lächerliche gezogen, um zu versuchen, Schüler vom Glauben abzubringen. Glücklicherweise hatte ich eine Art Mentor (einen, der zur lateinischen Messe ging), einen geistig wachen Priester, der mich gegen diese Kritiker “geimpft” hatte. Ich sollte aufstehen und wagen, mich einzusetzen.

Einige meiner Gleichaltrigen wollten lieber, daß ich still blieb, weil sie kein “Drama” haben wollten. Trotzdem sprach ich zum Beispiel über das Dogma der Unbefleckten Empfängnis Mariens. Dies Dogma wurde nicht von der späteren Kirche erfunden, sondern die Kirche sprach nur aus, was von Anfang an Glaube der Katholiken war. Schließlich schienen die Lehrer meinen Einsatz zu respektieren.

Jetzt leben Sie in Amerika, stimmt's?

Ja. Spulen wir 35 Jahre vor, da kam ich nach Amerika und erfuhr dort einen viel größeren Respekt vor der Religion. Hier gibt es so vieles, was ich mag.

Dann, nach einigen Reisen zurück nach Frankreich, wo diese intellektuelle Verfolgung weitergeht, erwachte ich und machte mir klar: es gibt da einen kaum bezeugten Mißbrauch von Kindern an öffentlichen Schulen. Ich nenne das, um genau zu sein, “Seelenmißbrauch”. Andernorts wird das Gehirnwäsche genannt. Dieser Mißbrauch durch Erwachsene in Schulen, die etwas tun, worum sie von niemandem gebeten wurden, ist meiner Ansicht nach ein Verbrechen und sollte Teil des Strafrechts werden.

Was hat Sie dazu gebracht, sich für den Krieg der Vendée zu interessieren?

Ich suchte nach einem Thema für einen dramatisierten Dokumentarfilm mit Action und Glauben. Ich fand einen altes Comicbuch über Geschichte in meiner Kellerwohnung in Frankreich, das vom Krieg der Vendée handelte.

Der Krieg der Vendée war eine frühe, aber starke Verfolgung Gläubiger durch atheistische Kräfte. Am Höhepunkt ihres Kampfes hatten die Vendéer 70.000 Bewaffnete versammelt. Diese Bauern ohne militärische Erfahrung erhoben sich. Sie errangen viele Siege, und dann unterlagen sie dem ungeheuren Zufluß an Soldaten der Revolution, die von der östlichen Front zurückkamen. In meinen Augen sind sie die Protomärtyrer der Christen, die durch eine atheistische Macht starben.

Daniel leitet eine kritische Szene: “Als die Kämpfe im Wesentlichen vorbei waren und die Vendéer verloren hatten, bestanden die französischen Revolutionäre darauf, die Zivilbevölkerung auszulöschen. Ungefähr 140.000 Menschen verschwanden – 80% davon Frauen, Kinder und Alte.”

Da Frankreichs Geschichte immer noch vom öffentlichen Schulsystem “unter den Teppich gekehrt” wird, dachte ich, das wäre ein guter Film, um das der ganzen Welt zu sagen. Wenn die Welt besser Bescheid weiß, könnte sich in Frankreich später vielleicht etwas ändern.

Gibt es in Frankreich viele Leute, die von diesem Genozid in der französischen Geschichte nichts wissen?

Die meisten, die davon noch etwas wissen, sind Christen (und wenn man in Frankreich Christ sagt, meint man meistens Katholik) – weil es um ihre Vorfahren im Glauben ging. Am genauesten wissen es die Leute in Frankreich, die die lateinische Messe lieben. Sie haben alle zu Hause irgendein Buch darüber. Sie bleiben sich klar darüber, wohin sich unsere Zivilisation bewegt. Sie haben eine gute geschichtliche Bildung.

Die meisten anderen Kräfte in Frankreich bringen jegliche Auskunft darüber lieber zum Schweigen.

Aber es gibt Bücher – Geschichtsbücher, Experten, Historiker. Und die modernen politischen Führer der Region Vendée kämpfen immer noch dafür. Sie drängen auf offizielles Anerkennen des Völkermordes, der in der Vendée stattfand, durch die Französische Republik.

Wie haben sich die Mitarbeiter der Produktion zusammengefunden – die Drehbuchautoren, der Regisseur, die Schauspieler, der Komponist, der Kameramann und so weiter?

Ich habe praktisch mit gar nichts angefangen. Jetzt sind die Dreharbeiten abgeschlossen, und der Film ist zu 70% editiert, ich staune immer noch, daß wir nicht versagt haben.

Jim Morlino (L) und Daniel Rabourdin am Dreh: “Ein Dutzend Freiwillige in Amerika und Frankreich helfen mir. Mein Kameramann Jim Morlino hat auf einer sehr großzügen Basis gearbeitet, weil er die Sache gern mochte und begriff, daß ich das nicht allein machen konnte.”

Die drei professionellen Schauspieler, die ich überzeugt habe, haben für die Hälfte ihrer gewöhnlichen Gagen gearbeitet. Sie haben für die Dreharbeiten tagelang Überstunden auf freiem Feld gemacht. Bauern liehen uns ihre Höfe und Felder. Die Rollenspielertruppe Le Brigand du Bocage in der Vendée (Homepage: http://brigandsdubocage.blogspot.fr), und ihr Gründer Ghislaine waren großartig. Sie haben umsonst gearbeitet, die Drehorte gefunden, mir gesagt, wo ich Kostüme leihen konnte. Ghislaine hat eine schlaflose Nacht damit verbracht, Kostüme zu bügeln. Der Historiker Reynald Secher hat seine Guillotine aus seinem Museum gebracht, und er ließ für eine Szene ein Massengrab auf seinem eigenen Grundstück ausheben.

Das ist erstaunlich.

Ja, ich glaube, ich war einfach dreist und naiv genug. Ich habe meine Arbeit bei EWTN gekündigt, meine Rentenkasse geplündert, meine Wohnung vermietet und in einem Zelt geschlafen. Ich habe immer noch kein Einkommen, und ich verlasse mich auf meine gute Gesundheit, um die Krankenversicherung zu sparen. Ich weiß selbst nicht, was unter dem Strich herauskommen wird, aber ich weiß, daß wir die Produktion nicht stoppen werden. Ich brauche noch 40.000 Dollar für das Editieren des Films.

Ich habe auch versucht – und versuche immer noch – im Internet einen Crowd Fund zu unterhalten. Tatsächlich verbringe ich die Hälfte meiner Zeit damit, zu betteln, um Geld zu bitten… für ein schönes T-Shirt mit dem Heiligen Herzen Jesu, das ich entworfen habe. Für andere Überraschungen. Wir versuchen, uns dankbar zu zeigen…

Wie haben normale Laien in Frankreich auf das Projekt reagiert und geantwortet, und Historiker, und die Kirche?

Wunderbare normale Leute: “Wir hatten da Leute wie einen jungen arbeitslosen Ingenieur in Frankreich, der mich mit 1300 Dollar unterstützt hat. In Amerika gibt es in meiner Nachbarschaft eine arme alte Witwe, die 15 Dollar spendete. Es bedeutet ihnen sehr viel, dabei zu sein. In Paris hat mich eine Familie zwei Wochen lang in ihrem Wohnzimmer untergebracht.”

Ein französischer Bischof hat mir einen alten Lieferwagen geliehen und einen Segensgruß für die Filmarbeit geschrieben. Ich habe mehrmals in dem Lieferwagen geschlafen. In Amerika geben mir ein Bauer und sein Bruder Geld und auch moralische Unterstützung. Diese Freundschaften sind sehr wichtig, und dazu kommt viel Gebet.

Wenn Menschen die Wahrheit kennen und auf ähnliche Weise wie die Vendéer leiden, dann beginnen sie zu handeln. In gewisser Weise sind das Helden. Die Nachkommen der Armenier (die einen Genozid durch die muslimischen Türken erlitten), der Ukrainer (Genozid durch die kommunistischen Russen), Kubaner, Vietnamesen und Polen sind sich sehr klar über die Gefahren mächtiger atheistischer Regierungen. Ich sage ihnen, wie sehr ich mich für diesen Kampf um Religionsfreiheit engagiere. Sie ihrerseits verzichten auf eine Flugreise oder ein Essen im Restaurant, damit dieser dramatisierte Dokumentarfilm fertig wird.

Sie sind also ein Künstler, der von normalen Menschen unterstützt wird.

Wissen Sie, schöpferische Menschen und Künstler sind meistens arm. Und wenn früher ihre Bilder oder heute ihre Filme gesehen werden, dann deshalb, weil es Kunstförderer gibt. Die Menschen sind begeistert, wenn sie sehen, daß die erzieherische Wirkung einer künstlerische Arbeit lange anhält.

Daniel (L) am Dreh mit “Revolutionären Truppen”: “Früher mußte man Könige oder Päpste überzeugen, etwas in der Welt zu ändern. Heute muß man die breiten Massen überzeugen, und das wird am erfolgreichsten durch das Internet getan, etwa durch Regina Magazine.

Nun, ich versuche, all diese guten Leute regelmäßig anzurufen. Ich liebe ihre so rührende Besorgnis. Sie müssen wissen, dass sie ein Werk der Barmherzigkeit tun, um die Wahrheit bekannt zu machen. Ich glaube, dass die Märtyrer der Vendée sie vom Himmel her anlächeln. Die kleinen Kinder, die mit ihren Rosenkränzen in der Hand starben, die Karmelitinnen von Compiègne… diese Jugendliche, die ihre kleine Schwester ermutigte, als sie zur Guillotine hinaufstiegen: “Wein nicht, Schwesterchen, heute essen wir zu Abend mit unserem süßen Herrn Jesus.”

Ich habe noch nicht versucht, irgendeine Stiftung um Hilfe zu bitten, oder Behörden, oder Politiker. Aber ich höre, dass es klappen könnte. Das wäre schön. Noch schöner wäre es, wenn Menschen guten Willens irgendeine Stiftung um einen Zuschuß angehen könnten. Ich habe selbst einfach keine Zeit, das zu tun. Ich möchte lieber die Produktion jetzt so weit voranbringen wie ich kann. Ich möchte “es machen, und sie werden kommen”. In einem Monat werde ich aufhören, wenn ich bis dahin nicht mehr Hilfe bekomme. Aber ich habe jeden Schritt dieser Produktion auf Video aufgezeichnet, um Menschen zur Unterstützung zu animieren. Ich habe Menschen in Frankreich und Amerika aufgenommen, auf dem Bauernhof, in Paris, in der Vendée… Die Spenden von guten Menschen auf dem Weg helfen uns “gerade eben” weiter. Wie Mutter Angelica es erfahren hat, als sie Spenden für ihr Fernsehprogramm sammelte – der Herr schickt immer genau, was zu unserem täglichen Brot nötig ist.

Wie weit sind Sie nun mit der Produktion?

Die Dreharbeit in Frankreich und Amerika ist ganz fertig. Die Filmsequenzen mit Handlung (also der Spielfilmteil) und die Interviewsequenzen (der dokumentarische Teil).

Update des Projekts: “Jetzt zum Beispiel füge ich Bites von einer ukrainischen Historikerin ein. Noch gerade rechtzeitig! Sie spricht darüber, wie die Sowjetrussen den Genozid der Französischen Revolution kopierten und gegen die Ukrainischen Bauern anwandten. Sie haben sie verhungern lassen. Zwei Millionen Tote. Lenin nannte die Wolga, wo er seine Feinde ertränkte, seine “kleine Loire”. Die Loire ist der Fluss in der Vendée, in dem die französischen Revolutionäre nicht weniger als 4000 Vendéer auf einmal ertränkten. Wir haben eine Szene daraus in einem Fluss in Frankreich nachgespielt. Es war sehr anrührend.”

Für wann haben Sie die Premiere vorgesehen?

In der englischen Version wird es im Frühjahr 2015 sein. Warum nicht eine in Paris und eine in Los Angeles? Wir werden versuchen, sie in “ausgewählten Kinos” zu verteilen. Jeder, der will, kann in der Sache helfen. Mit aktiven Leuten, aktiven Katholiken, aktiven Bürgern werden wir unseren Film zu ihrem Kino bringen, und sie können ihren Verein, ihre Schule oder ihre Gemeinde dazu bringen, das Kino zu füllen. Und zugleich werden die durchschnittlichen Kinogänger das Dokudrama sehen können. Danach werden wir es auf History Channels versuchen. Dann im Ausland (bisher ist Polen interessiert, ebenso wie Kanada).

Warum glauben Sie, daß die Geschichte der Vendée so wichtig ist?

Die Leute müssen das bekannt machen und in Amerika ein Bewußtsein schaffen, dass Greuel von überall her kommen können – und im 20. Jahrhundert kamen sie meistens von atheistischen Staaten, überaus zentralisierte, überaus liberale Mächte wie die Sowjetunion, China, Nordkorea oder Kuba. Im 20. Jahrhundert kamen Greuel nicht von Ethnien oder Religionen. Sie kamen vom Atheismus. Der Nationalsozialismus war ebenfalls militant atheistisch. Historiker schätzen den gesamten Blutzoll des Nationalsozialismus auf 40 Millionen. Sie schätzen den Blutzoll der radikalen linken Mächte auf 140 Millionen. Ich glaube, das übertrifft die Todesfälle aufgrund des “Schwarzen Todes” und früherer Invasionen. Die Zahl beinhaltet die begonnenen Kriege, die Säuberungen, den Gulag, die Umerziehungslager und den Hungertod aufgrund Verlust der Ertragsfähigkeit, und durch die Bestrafung jener, die regelmäßig produktiv waren (Unternehmer, Bauern usw.).

Ein faszinierendes Interview mit Stéphane Courtois, dem Autor des Schwarzbuchs des Kommunismus. Er war Teil eines bewaffneten kommunistischen Anschlags in Paris in den 70er Jahren des 20. Jhs. Sie brachen alles in letzter Minute ab, als ihnen ihr Irrsinn klar wurde. Heute ist Stéphane ein politischer Konvertit. Frankreichs linke Intelligenzia, die alle “kulturellen Schlüsselpositionen” der Gesellschaft innehat, läuft Sturm, aber er ist glücklich frei. Er sagt in unserem Film: “Ich glaube nicht an Gott, aber wenn man den christlichen Gott aus der Gesellschaft entfernt, muss man sich nicht wundern, wenn man am Ende eine Katastrophe erlebt.”

Wo kann man weitere Informationen über den Film finden?

Man kann auf unsere Website gehen: hiddenrebellion.com (auf Englisch), und larebellioncachee.com (auf Französisch).

Wo außer in Ihren Film (der wirklich sehr spannend aussieht!) kann man mehr über diese historische Episode lesen oder sehen?

Ich bin wirklich froh, dass Sie das fragen. Zunächst empfehle ich das Büchlein For Altar and Throne (Für Thron und Altar) von Michael Davies, einem englischen Autor, das sich gut liest. Um den jahrhundertealten Prozess zu verstehen, den wir durchmachen, empfehle ich auch das kluge, aber leicht lesbare Buch von Dr. Benjamin Wiker of Steubenville, “Worshiping the State” (Anbetung des Staates). Es zeigt das Vorgehen französischer und englischer Philosophen, die an einen mit Machtmitteln zu errichtenden Himmel auf Erden glaubten. Es zeigt, wie dies während der Französischen Revolution angewandt wurde, und dass es immer noch der gefährliche Traum heutiger radikaler Liberaler ist. Die Hippies glaubten auch an diesen Himmel. Ihre Nachkommen arbeiten nun hart daran, uns diesen “Himmel” aufzuzwingen.

Und dann ist da natürlich das mutige Buch Le Génocide Franco-Français: La Vendée-Vengé (Englisch: A French Genocide) des französischen Historikers Reynald Secher, der die Notwendigkeit bekannt macht, einen Genozid in der Vendée anzuerkennen. Herr Secher hat in den Archiven der französischen Armee alle Befehle an französische Generäle gefunden, die Bevölkerung der Vendée auszulöschen.

Wie kann man bei diesem Projekt helfen? Kann man immer noch helfen, die Produktion zu finanzieren?

Oh ja, das kann man, und wir können ohne Hilfe gar nicht weitermachen! Wir haben die Seite hiddenrebellion.com/support auf unserer Website, und die Leute, die uns helfen, bekommen auch Geschenke von uns. So bekommen die Spender kleinerer Summen unsere Mütze und ein T-Shirt mit den Farben der Produktion.

Die sehr großzügigen Spender bekommen ein fünfgängiges Menü von mir, ihre Namen im Abspann als Aufnahmeleiter, einen Besuch in Los Angeles usw. Viele unserer Unterstützer werden auch in die Produktion eingebunden. Das ist auch sehr interessant für sie.

Ehrlich gesagt brauche ich noch etwa 40.000 Dollar, um noch mehrere Monate lang den Cutter, die Sprecher, die Übersetzer, Special Effects, Erstellung von Grafiken, Landkarten, Musik usw. zu bezahlen. Der Schnitt ist eine sehr lange Phase im Produktionsprozess. Manchmal sitzen wir daran fünf Stunden lang, und das ergibt nur fünfzehn weitere Sekunden im Film. Es ist eine kreative Phase, aber sie dauert ungefähr zehn Monate. Ich glaube, wir haben noch ungefähr vier Monate vor uns, wir sehen also Licht am Ende des Tunnels. Ich möchte die Produktion jetzt wirklich nicht stoppen.

 

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